ZEITTASTEN - REZENSIONEN

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(orte-Verlag, Zelg-Wolfhalden, 2002), ISBN 3-85830-118-3

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Rezensionen

Die politische Emigrantin, die hinreissende Rednerin, die kämpferische Marxistin, die sensible Briefeschreiberin und empfindsame Freundin, kurz die „Feuerfrau“ Rosa Luxemburg hat Ingeborg Kaiser schon vor Jahren in ihren Bann gezogen. In ihrem neuen Gedichtband „zeittasten“ widmet sie ihr ein langes Poem: eine Reflexion über ein Leben im „unparadies der mordgesellen“, geschrieben „gegen das vergessen“. Das Gedicht stellt inhaltlich und formal eine anregende Spannung zu den übrigen lyrischen Kurznotaten her.

NZZ, 17.10.02 Beatrice Eichmann-Leutenegger

Lauschend

Dem Andrang der Welt standhalten, auf Antwort der tieferen Schichten warten. „Stille zu hören“, nach innen lauschen, ausloten der Tiefe, gegen das Vergessen anschreiben und um Perspektive bemüht sein, so liesse sich stichwortartig die Botschaft dieser Gedichte umreissen.

Ingeborg Kaiser verfügt über die Gabe, ihre Aussage derart zu verdichten, dass vier, manchmal fünf Zeilen genügen. Die drei letzten Gedichte holen weiter aus. „ohne antwort“ - ein anruf an die das Geheimnis ertastende Liebe- „halali“ - die Jagd auf Tiere und Menschen („durch das jahrhundert namenlosen tötens“) - „zeittasten“ - der Übergang vom Rätsel des Vogelzuges zum Schicksal Rosa Luxemburgs mit ihrem unvergesslichen Bekenntnis: „freiheit ist immer freiheit der andersdenkenden.“

(twm) Der kleine Bund, Samstag, 26.10.2002

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