DIE ERMITTLUNGEN ÜBER BORK - REZENSIONEN

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Roman (Sauerländerverlag, Aarau, 1978) vergriffen, ISBN 3-7941-1677-I

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Ingeborg Kaisers Buch ist für einen Erstling erstaunlich routiniert und stilistisch gewandt geschrieben.

Charles Linsmayer, Luzerner Neueste Nachrichten, 27. Juni 1978

Stellenweise hat mich das Buch an das Beste aus den „Werkstätten schreibender Arbeiter“ erinnert. Kaiser will die Borks anprangern, schälen, sezieren, um ihre Zerstörung aufzuhalten. Die Autorin kämpft sich durch den Wust häuslicher Beschäftigungen, legt Schicht um Schicht frei, befragt Kindheit und Jugend, um den innersten Kern der Bork zu treffen. Wo ist die Substanz, die Bork ausmacht, wenn ihr alle Verpflichtungen, alle sich selbst und die andern abhängig machende Verantwortung entrissen werden? Bork wird angeklagt der Lieblosigkeit sich selbst gegenüber, der permanenten Selbstzensur, der kritiklosen Anpassung an eine gängige Norm.(...)

Obwohl keine Lösungen angeboten werden, was Leichtsinn oder Besserwisserei gleichkäme, geht von der Lektüre keine Resignation aus. Die produktiv gewordene Wut wirkt ansteckend.

Beatrice Leuthold. Tagesanzeiger, Samstag, 10. Juni 1978

 

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